Ablenkungen – Unkontrolllierte Lebensweisen
Erkennen
Korrigieren
Leben
Warum und wie werde ich abgelenkt etwas im Leben zu ändern?
Die Wurzel davon liegt in den inneren tief sitzenden Triggern die Unbehagen auslösen und denen wir versuchen zu entkommen.
Plato fragte einmal „ Warum wird der Mensch abgelenkt und kann sich nicht mehr an seiner gesunden Beurteilung orientieren?!“
Welche unangenehmen Gefühle tauchen auf wenn ich das Verhalten ändern soll?
Wenn wir von ALLEN äußeren Einwirkungen absehen die es verhindern, dass wir unser Verhalten ändern und nur komplett rein nach innen schauen, wo beginnt man dann am Besten?
Frage Dich einmal folgendes…
Warum tue ich überhaupt Dinge?
Was ist die natürlichste Motivation des Menschen etwas zu tun?
Was motiviert mich?
Warum tue ich Dinge – wie ich sie tue?
Nach Freud – Streben wir Menschen nach Freude und das Ablehnen und vermeiden von Schmerz!
Doch neurologisch betrachtet ist es nicht ganz wahr ! Der einzige Grund warum wir etwas machen ist um eine Unbequemlichkeit zu vermeiden.
Stelle Dir vor du gehst hinaus und es ist kalt. Du wirst einen Mantel anziehen um nicht mehr zu frieren. Gehst du wieder hinein und es ist zu warm wirst du den Mantel wieder ausziehen.
Oder hast du hunger, isst du! Bist du satt, hörst du auf zu essen.
Eine physiologische Tatsache die „ Homöostatische Reaktion“ genannt wird.
Psychologisch funktioniert es ähnlich. Fühlst du dich einsam, checkst du sicherlich deine Netzwerkkontakte. Bist du dir über ein bestimmtes Thema unsicher, fragst du in Internetsuchmaschinen nach. Ist dir langweilig, greifst du nach schnell verfügbaren Stimulationen wie Tv, Youtube und ähnlichem.
Wir versuchen tatsächlich, einem unangenehmen Gefühl zu entkommen, indem wir abgelenkt werden. Eine klare und reine Vermeidungsstrategie zu fühlen was jetzt ist.
Wenn nun das menschliche Verhalten und die Grundausrichtung davon beflügelt würde dem Unkomfortablem zu entkommen,ist Zeitmanagement ein erster wichtiger Schritt.
Kontrollierte und bewusst selbstbestimmte Zeiteinteilung.
Dazu müssen wir erkennen, dass wir im Zustand des unkomfortablen Gefühls durch Vermeidungsstrategien dem Gefühl keine Beachtung schenken, um es nicht vordergründig bzw. oberflächlich unkomfortabel zu gestalten. Ein Beispiel – Du bist in ein Gespräch verwickelt aus dem du lieber gehen möchtest. Die Überwindung dem anderen das klar zu machen und Position zu beziehen, löst eine imaginäre oder rein theoretisierte innere Wahrscheinlichkeit auf den Plan die noch unangenehmer ist und lieber vermieden wird. Anstatt für sich einzustehen und dem ursprünglichen Grundgefühl – das erst für jeden selbst klar erkennbar sein muss – zu folgen und für sich einzustehen.
Lernen wir nicht neue Wege um damit umzugehen werden wir immer und zu jeder Zeit von irgendetwas abgelenkt werden.
Test zwischendurch. Wie lange hältst du es aus einfach gar überhaupt nichts zu machen?
Versuche einmal zwanzig Minuten einfach nur mal da zu sitzen.
Reflektiere danach wie oft du gerne etwas getan hättest, oder sogar getan hast. Sei es auch nur das kratzen an der Nase.
Wichtig nun in Verbindung zu verstehen ist, dass es hier nicht darum geht meditativ so lange wie möglich kontemplativ still zu sitzen. Sondern eher zu erkennen wie wir Menschen einen stetigen und starken inneren Antrieb in uns haben. Die Aufmerksamkeit sollte dahin gehen, wie kanalisiere und agiere ich diese Kraft im gesunden Maß und zu meinem Wohl um, ohne abgelenkt zu werden?
Wenn ich also jetzt weiß was zu tun ist, warum tue ich es dann nicht?
In der heutigen Zeit ist jegliches Wissen zugänglich. Und über die eine oder andere Sache weiß ich Bescheid ob es meiner Gesundheit dient oder nicht. Sei es das Rauchen, der übermäßige Verzehr von Fleisch oder weitere mir nicht zuträglichen Dingen.
Ich weiß auch wenn ich mich in ehrlichen Beziehungen einbringen will, vollkommen authentisch sein sollte. Wenn ich in der Arbeit erfolgreich sein, mein vollkommen Bestes geben sollte und auch Arbeiten erledige die andere nicht erledigen wollen.
Doch agiere ich tatsächlich immer so? Oder werde ich durch eine weiteres vom wahren Wesenskern ablenkende Verhaltensweise abgelenkt?
Für diese und alle anderen weiteren Situationen im Leben gibt es keine Ausrede mehr.
„ Wie soll ich das denn machen?“
In der heutigen Zeit haben wir die Möglichkeit jegliche Information abzurufen die wir brauchen.
Warum es trotzdem nicht klappt, ist die fehlende Fähigkeit es einfach zu tun bzw. einfach durch eine Situation durch zu gehen.
Es fehlt die Fähigkeit Ablenkung zu erkennen und dieser dann zu widerstehen.
Im Leben geht es nicht nur darum immer das Richtige zu tun. Es geht vor allem darum die „falschen“ lebensverneinenden Dinge bewusst abzulehnen und sein zu lassen.
Schon mal eine zündende Idee gehabt? Bevor diese jedoch sofort umgesetzt wird, muss erst noch dieses, dann jenes und vielleicht noch etwas anderes erledigt werden. Diese Ablenkung kann man „ Pseudo-Arbeit“ nennen. Etwas was dich vom eigentlichen Vorhaben ablenkt.
Zu erkennen gilt was dich tatsächlich ablenkt vom jetzigen Moment? Wovon hast du dich selbst abhängig gemacht bzw. welcher App-Lenkung hast du bereits so viel Macht und Raum übertragen um nicht mehr frei und selbstbestimmt zu agieren?
Achte darauf was du über einen bestimmten Zustand oder eben eine Ablenkung denkst.
Wie viel Gewicht und Macht du durch deine Gedanken und deine Worte in die Vermeidung und Ablenkung gibst. Man könnte von allem in irgend einer Weise abhängig werden.
Jedoch manche werden abhängig und andere tangiert es nicht einmal.
Glaubenssätze wie „ Dieses und jenes wird die Menschheit verdummen, oder jenes wird meinen Kindern Schaden“ sind die Gründe für den tatsächlichen Verfall und das Erfüllen der vorher geäußerten Angst.
Selbst konditionierte Hilflosigkeit etwas zu ändern resultiert aus selbst programmierten Strukturen und Gedankenformen. Sich einem imaginären übermächtigen „ Gegner“ zu unterwerfen führt zu einer selbst herbei geführten Hilflosigkeit. „ daran kann ich eh nichts ändern, also warum soll ich es überhaupt probieren?“ Durch unseren Glauben an diese „falsche“ Übermacht erleben wir genau das was wir befürchtet haben. Wir halten dadurch ein Bild der ohnmächtigen Selbstwahrnehmung aufrecht.
Nun etwas verzwicktes. Jetzt einfach zu sagen „NEIN“ das tue ich nicht mehr. Etwas einfach weg zu lassen funktioniert leider auch nicht. Es gibt einen interessanten Effekt wenn man etwas einfach nicht mehr macht. Wie zum Beispiel das Rauchen.
Denn das neue „NEIN!“ wird zur unbequemen neuen Situation. Und jetzt kommt es. Irgendwann klappt das „NEIN“ nicht mehr und das Lösen aus dem Unbequemen wird zur neuen Befriedigung. Was entsprechende neue Belohnungs-Hormone und Gefühle ausschütten wird. Das unbequeme „Nein“ oder eben das ablehnen einer stinkenden, krank machenden Zigarette führt dazu sich selbst aus dem „NEIN“ zu entlassen und sich durch die Befreiung aus der unkomfortablen Zone gut zu fühlen. Abgesehen vom Effekt des Nervengifts Nikotin, dass diese Situation zusätzlich mit beeinflusst, fühlen wir uns gut eine Zigarette dann zu rauchen, weil der Effekt der künstlich herbei geführten Befreiung viel stärker ist.
Dazu lernen wir unbewusst zusätzlich „ Hey, wenn ich mich in die unbequeme, unangenehme Lage eines „Nein“ bringe und dann wieder Ja sage, fühle ich mich richtig gut!“. Somit ist eine weitere ungesunde Programmierung geschehen. Künstlich generierte „Macht“.
Eine selbst ermächtigende Möglichkeit um Ablenkungen die dem jetzt notwendigen Ereignis nicht zuträglich sind entgegen zu wirken, oder eines „Pseudo-Bedürfnisses“ das ebenfalls eine Verzerrung der wahrhaftigen Bedürfnisse vorgaukelt, ist zum Beispiel die „ Zehn-Minuten-Blase“.
App-Lenkungen, „Pseudo-Bedürfnisse“ und weitere Formen des unbewussten Handelns kommen herein wie Wellen im Meer. Lerne diese Wellen zu surfen. Immer wenn eine Ablenkung auftaucht gebe dem Impuls nicht nach dieser zu folgen. Sondern warte Zehn Minuten. ( Zahl Zehn – Vollendung eines Zyklus und Beginn eines Neuen)
Und nun das Wichtige dabei. Beobachte genau das Gefühl was dich ablenken wollte oder zu etwas bringen, dass dir schadet oder dich unbewusste Dinge tun lässt. Wohin führt es dich?
Wichtig dabei ist wie ein liebevoller Freund sich selbst zu begegnen. Denn schäme ich mich oder bestrafe ich mich für das aufkommende Gefühl, sinkt mein Selbstwert und meine Energielevel. Was wiederum dazu führt, dass ich etwas brauche um auch aus diesem Unwohlsein heraus zu kommen und mich abzulenken.
Sei also aufmerksam und betrachte das zu befriedigende Gefühl mit freundlicher Neugier oder mache einfach die Arbeit, von der du durch das niedere Bedürfnis abgelenkt wurdest, weiter für zehn Minuten. Dabei sich gewahr sein „ Ich checke meine E-Mails, Ich rauche eine Zigarette, ich hole mir Süßigkeiten!“ – ABER ERST IN ZEHN MINUTEN!
Ein erster Schritt zur Selbstermächtigung und eine Grundlage zur gesunden Willensschulung.
Weitere Möglichkeiten sind :
- NLP
- Subliminal Messages – (Sichere Quelle oder selbsterstellt)
- Neuro-Engeneering Musik ( Solfeggio, Isochrom, Binaural usw…)
- Atemtechniken ( Pranayama, Whim Hof usw….)
- Meditation ( Innere Ressourcen)
- Reflektieren, reflektieren, reflektieren…
- Und absolut freundlich und liebevoll zu sich selbst sein!